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Kalibrations-Tools für Drucksysteme

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Hier geht es um Tips und Tricks zum Druck. Also Dinge wie UV-Schutz, ICC-Profile, Kalibration, UCR, GCR, Haltbarkeit, Papiersorten, Massendrucksachen, Laminierungen, CD-Druck, Textilprint, Alterung, Aufbewahrung...
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Offtopic: sind alle Fragen zu Refillproblemen...

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Kalibrations-Tools für Drucksysteme

Neuer Beitragvon Bernd_Trojan » 17.03.2005 - 12:04

Hallo,

in unserer Link Sammlung haben wir einige Anbieter aufgeführt die Kalibrationstools für Drucker anbieten:

Konkret geht es dabei um folgendes:

Auch der ambitionierte Hobby Fotograf oder Designer stellt sich zu Hause keinen Profi-Monitor hin. dito. gilt das gleiche für Drucker und Scanner. Das Problem bei der Sache ist die Geräte sind nicht kalibriert. Bestenfalls sind sie auf ein Profil der eigenen Hersteller-Produktplatte eingestellt.

Was kann man mit den Tools machen:

Die Produkte ermöglichen es einem den vorhandenen Gerätepark so einzustellen dass die Farben passen, und zwar beim Input über dem Scanner, der Betrachtung am Bildschirm sowie der Ausgabe auf einer bestimmten Drucker/Papier/Tinten kombination.

Wie es geht - im Prinzip:

1. Nach der Programminstallation wird eine mitgelieferte Farbvorlage das Referenzbild auf den Scanner gelegt und eingelesen. Aus dem gesannten Bild ermittelt die Software dann einen Korrekturwert für den Scanner.

2. Nun wird ein Druckpfad neu angelegt, d.h. man definiert einen Druckertype, einen Papiertype und einen Tintentyp. Anschliessend wird von der Software dann eine Testseite über diesen Druckerpfad ausgegen. Das ausgedruckt Blatt legt man dann als Referenz für den Druckpfad auf den kalibrierten Scanner und die Software ermittelt daraus die Korrekturfaktoren. Das System weiss ja was es gedruckt hat und was es als physikalischen Input über den Scanner zurück gelesen hat.

Damit das ganze jetzt nicht an einer properiätren Software hängt arbeiten die Systeme i.d.R. via Photoshop Plugin´s.

3. Als optionalen Schritt kann man bei einigen Produkten auch den Bildschirm kalibrieren. Da man den Schirm aber schlecht auch einen Scanner legen kann;=) gibt es dafür eine kleines Messgerät mit, das hält man auf ein Referenzbild das der Schirm anzeigt und das System gleicht sich darauf hin ab, bzw. man muss die Monitorwerte entsprechend korrigieren dass die Messwerte passen.

Im Gegensatz zum Fummeln im Treiber berechnet das System die Korrektur automatisch.

Wichtig dabei ist jedoch, dass man gerade was die Prints betrifft sich wirklich die Mühe macht und jede Drucker/Papiersorten/Tintensorten Kombination indiv. abgleichen lässt.

Entscheidend für das Endergebniss ist naemlich nicht nur der Drucker und die benutzte Tinte sondern in gleichem Masse auch das dafür benutzt Papier.

Bei Problemen mit Fliessverhalten bzw. Trockungseigenschaften der Papier/Tinten Kombination bringt das Systeme natuerlich keine Verbesserung. Nicht jede Tinte passt zu jedem Papier gleich gut.

<b>Farbprofile für Tinten:</b> Aus den oben genannten Gruenden ist es auch wenig zweckmaessig fertige Fabrprofile für div. Tinten anzubieten. Das würde voraussetzten dass alle Anwender eines Druckertypes auch mit dem gleichen Papier arbeiten.
Zuletzt geändert von Bernd_Trojan am 03.09.2007 - 21:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Auch bei Farbschwäsche einsetzbar?

Neuer Beitragvon rolf » 03.07.2006 - 21:32

Ich habe eine rot/grün-Schwäche, konnte daher auch meine Farbfotos nicht selbst vergrößern, genauer ausfiltern.
Kann ich trotzdem mit dem Tool zu guten Ergebnissen kommen und, wenn ja, gibt es das für den brother DCP-115C?
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Neuer Beitragvon Bernd_Trojan » 04.07.2006 - 08:07

Hallo,

nein das wird nicht gehen, denn der Mensch ist für die Bewertung der Quali auch bei diesen Systemen ausschlaggebend. Wenn das aufgrund einer Sehschwäche nicht geht dann hat man ein Problem.

Im Prinzip geht es zwar automatisch, das aber nur in der Theorie. Man muss auch zwischen verschiedenen Systemen unterscheiden. Ganz wichtig ist z.B. dass der Monitor mitkalibriert wird wenn man die Bilder wirlich auch bearbeiten will. Von daher kommen nur die teureren Systeme in Frage die ds Monitor Problem mit berücksichtigen.

Man stellt ein Testbild dar und misst dann mit einem Sensor das Bild auf der Oberfläche des Bildschirmes. Danach korrigiert sich das System. Dann legt man einen Musterrbogen auf den Scanner, dieser wird eingelesen und danach wird der Scanner kalibriert. Dann wird ein Musterbogen auf einem Druckweg ausgegeben der sich aus Drucker/Druckereinstellung/Papier und Tinte definiert. Dieser Ausdruck wird dann über den kalibrierten Scanner eingelesen und danach kann der Druckpfad kalibriert werden. Man muss aber immer irgendwie korrigieren dabeisitzen.

Zum DCP - auch wenn das Ding recht einfach ist;=) Dafür sind die Bilder eigentlich in einer recht guten Quali für einen 4-Farb Drucker. Schade dass der Randlosdruck bei Brother eigentlich nicht richtig zu benutzen ist.

Wir haben hier ein MFC da kann man Randlos nur auf Normalpapier drucken, auf Glossymedien ist die option gesperrt. Sehr sinnvoll.... Wie ist das beim DCP, ist ja das gleich nur ohne Telefax?
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Ranlosdruck

Neuer Beitragvon rolf » 04.07.2006 - 11:59

Da ich im Moment Probleme mit dem Papiereinzu habe (Fotopapier 209 g/m² geht nicht, obwohl bis 240 g/m² möglich sein soll) kann ich es nicht probieren.
Lt. Handbuch müßte es aber gehen, jedenfalls steht es beim Fotodruck und dort ist keine Sperre angegeben.
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Re: Kalibrations-Tools für Drucksysteme

Neuer Beitragvon schorschi » 31.05.2012 - 10:16

ah cool.
thx.
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Re: Kalibrations-Tools für Drucksysteme

Neuer Beitragvon qualidat » 03.08.2013 - 22:12

Also ein ICC-Farbprofil ist immer nur für einen Prozess gültig. Der Druckprozess besteht mindestens aus den EInflussgrößen:

- Drucker
- Druckereinstellungen (Auflösung, Geschwindigkeit, Modi wie Eco oder Foto usw.)
- Papiersorte, genau genommen sogar die Charge
- Tinte (Sorte und Charge)

Wird nur eine der Größen verändert, treffen die Informationen im Profil nicht mehr zu und die Anwendung des Profiles führt nicht mehr zum gewünschten Resultat. Desweiteren ist ein Profil Nichts für die Ewigkeit, auch wenn sich die Bedingen scheinbar nicht ändern - spätestens nach einem Monat ist ein Profil veraltet.

Ich halte die preiswerten "Messgeräte" bis 200..300 Euro dafür nicht für ausreichend. Natürlich bringen die auch eine gewisse Verbesserung, aber "Messen" ist was Anderes. Die preiswerten Colorimeter sind für die Vielzahl und Sensibilität der EInflussgrößen einefach nicht genau genug, manche Wellenlänge sehen sie auch einfach nicht. Ernsthaft kann man nur echte Spektralfotometer einsetzen, z.B. Spectrolino, i1Pro oder zur Not den Foto Munki ... die den Messbereich von 380 nm bis 780 nm in mindetsens 256 Bereiche oder mehr (1024) zerlegen ....
qualidat
gerade mal kurz dabei;=)
 
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Re: Kalibrations-Tools für Drucksysteme

Neuer Beitragvon heidegeist » 04.10.2013 - 08:49

Hallo,

wo ist die "Linkseite" zu finden, die auf die Kalibrierungstools verweist. Ich nutze einen Epson WP-4595 DNF mit der Tinte von ihnen. Ich habe aber einen Grünstich beim Ausdruck und möchte die Lalibrierung ändern. Bei Epson habe ich für meinen Drucker kein Kalibrierungstool gefunden. Haben Sie vielleicht eine Idee ?

mfg. Heidegeist
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Re: Kalibrations-Tools für Drucksysteme

Neuer Beitragvon Bernd_Trojan » 04.10.2013 - 10:40

Hallo,

der ursprüngliche Beitrag war von 2003 ! - da ist das Forum noch auf einer anderen Platform gelaufen und diese alten Links gibt es nicht mehr.


Bilderdrucken mit einem Workforce WP ist aber sowieso etwas enttäuschend weil die Tinte pigmentiert ist. Also alle 4 Farben ! Auf Hochglanzpapier sieht das immer ein bischen matt aus. Und jede Tinte reagiert mit jedem Papier anders. Bedeutet mit einer Tinte auf 2 verschiedenen Papiere gedruckt, bekommt man zwei unterschiedliche Bilder.

Was man machen kann:

Im Treiber bei:

"Weitere Optionen" - auf "Farbkorrektur" auf "benutzerdefiniert" umstellen. An den Reglern kann man das dann nach Gefühl und Ausprobieren einstellen und verstellen solange bis einem das Ergebniss gefällt.

Alternative - man kann ein ICC Profil benutzen. Dazu braucht man aber ein Gerät:

http://www.colormunki.com/
oder
http://spyder.datacolor.com/de/portfoli ... yderprint/

Alternativ kann man sich ein Farbprofil auch bei einem Dienstleiter erstellen lassen.

Die Profildatei wir dann in der Systemsteuerung dem Drucker zugewiesen und man stellt im Treiber einfach ICC Profil ein.

Das Profil muss aber für jede Papiersorte und jede Druckereinstellung die man benutzen möchte eigens erstellt werden. Es gibt da kein Profil das für alle Einstellungen immer optimal Ergebnisse liefert. Im Treiber via Papiersorte und Druckqualität wird immer davon ausgegangen dass Epson Tinte und Epson Papier genutzt wird. Da sind die Werte quasi intern im Treiber schon einprogrammiert.
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Re: Kalibrations-Tools für Drucksysteme

Neuer Beitragvon Sven » 04.10.2013 - 13:21

Hallo,

ich nutze seit einiger Zeit colymp (colymProfiler).
Das Programm erstellt einen Teststart, diesen druckt man aus, fotografiert ihn ab und läßt das Bild auswerten.
Früher hatte ich auch zwei/ dreimal im Jahr von einem Dienstleister Profile erstellen lassen. Die waren auch nicht besser als jetzt mit dem Programm.
Das Ganze ist zwar nicht so professionel wie mit dem Farbaffen aber es ist deutlich günstiger und für meine Ansprüche ausreichend.

Gruß
Sven

Edit:
Ich drucke gerade unsere Gratis-Kalender fürs nächste Jahr (Epson P50/ OCP/ gestr. Papier). Die Rückseite hat einen grauen Verlauf übers ganze Blatt und dieser ist nahezu farbstichfrei. Das würde ich ohne Profil gar nicht hinbekommen.
Gehtnicht gibts.
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Re: Kalibrations-Tools für Drucksysteme

Neuer Beitragvon Bernd_Trojan » 04.10.2013 - 13:24

Hallo Sven,

ist bei dem Prog ein Testbild dabei? Ich meine die Kameras sind ja alle Unterschiedlich - da müsste man ja erst mal den Weg des Bildes in die Kamera kalibrieren, bevor man damit den Drucker kalibrieren kann.

Du darfst auch einen Link zu dem Anbieter ins Forum setzten;=)
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